1751 | Am 24. Juni 1751 gründete Reichsfreiherr Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau (Ordensname: Eques ab Ense) auf seinem Schloss in Kittlitz (Oberlausitz) die erste Freimaurerloge der Strikten Observanz „Zu den drei Säulen“ i.Or. Unwürde. Sie bestand zunächst hauptsächlich aus Militärangehörigen.

1754 | Konvent in Unwürde und Kittlitz. Dauerte sechs Wochen lang.

1764 | Konvent Altenberg bei Kahla. Früher grundlegender Konvent. Johnson wird entlarvt bzw. verliert seine Stellung.

1772 | Konvent in Kohlo. Ferdinand Herzog von Braunschweig und Wolfenbüttel (Ordensname: Eques a Victoria) tritt die Nachfolge von Reichsfreiherr Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau als Großmeister der Schottischen Meister (2. Ordensabteilung der VII. Ordensprovinz) an.

Zudem wird der „Pactum Fundamentale“ zwischen dem Heermeister Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau und Johann August von Starck unterschrieben und damit das Klerikat als Orden im Orden (ab dem siebten Grad) als verbindlicher Teil der VIII. Ordensprovinz eingeführt.

1773 | Konvent in Berlin. Baron Georg August von Weiler (Ordensname: Eques a Spica Aurea) pflanzte das System der Strikten Observanz nach Straßburg und 1774 nach Lyon.

1775 | Konvent in Braunschweig. Großer Konvent unter Ferdinand von Braunschweig und Wolfenbüttel. Auseinandersetzung insbesondere mit den Offenbarungen Johnsons und den daraus resultierenden Problemen der Legitimation des Systems. Zu dieser Zeit gehören bereits 26 Fürsten der Strikten Observanz an.

1776 | Konvent in Wiesbaden. Sonderfall: von Gugomos einberufener Konvent aufgrund seiner angeblichen Verbindung zu geheimen Oberen. Am 31. Mai erkannten die drei französischen Ordensabteilungen der Strikten Observanz den „Grand Orient von Frankreich“ an. (Baumgartner führt ihn ausdrücklich als offiziellen Konvent.)

1777 | Konvent in Hamburg. Einer der kleineren Konvente, die vor allem für die Verhandlungen mit der schwedischen Richtung wichtig sind.

1777 | Konvent in Leipzig. Vorversammlung denn als vollwertiger Generalkonvent. Fortsetzung der Verhandlungen. Anerkennung der Sukzession von Herzog Karls von Södermanland, des späteren Königs Karl XIII. von Schweden, als Nachfolger Hunds.

1777/1778 | Nationaler Konvent in Lyon (im November). Convent national des Gaules. National-/Provinzialkonvent der französischen Provinzen unter starkem Einfluss von Jean-Baptiste Willermoz. Entscheidender Schritt zur Rektifikation und zu den Chevaliers Bienfaisants de la Cité Sainte. Manche Literatur datiert ihn 1777, die eigentlichen Sitzungen bzw. Beschlüsse reichen in die bekannte Lyoner Reorganisation 1778 hinein.

1778 | Konvent in Wolfenbüttel. Der Herzog von Södermanland (erster Ordensname: Eques a Grypho) und spätere König Karl XIII. von Schweden (zweiter Ordensname: Eques a Sole Vivificante), wird zum Großmeister der VII. Ordensprovinz gewählt und tritt die Nachfolge des Reichsfreiherrn von Hund an. Vertrag mit der schwedischen Richtung. Vorläufige Trennung von der Schweizer Strikten Observanz von der deutschen Organisationsstruktur. Das Direktorium in Braunschweig bestätigt.

1779 | Konvent in Braunschweig.

1780 | Konvent in Stockholm. Konvent im Zusammenhang mit dem Schwedischen System und dem Verhältnis der schwedischen Ordensführung zur Strikten Observanz.

1782 | Konvent in Wilhelmsbad. 15./16. Juli bis 1. September 1782. Höhe- und Endpunkt der Konventsgeschichte. Die unmittelbare Abstammung von den historischen Templern wird verworfen; grundlegende Rektifikation des Systems. Trennung von der französischen Strikten Observanz von der deutschen Organisationsstruktur. Bereits 1778 hatte sich der Schweizer Zweig getrennt, was auf diesem Konvent formell bestätigt wurde. Daraus entwickelte sich in der Schweiz und Frankreich der „Rektifizierte Schottische Ritus“.

1782-1995 | Konvente fanden im unabhängigen Großpriorats von Helvetien als Nachfolder der Ordensstruktur der Strikten Observanz statt.

1995 | Komitee in Matha (Frankreich). Erster Versuch zur Wiederherstellung des Strikten Observanz in der III. Ordensprovinz (Okzitanien). Initiiert von einigen Freimaurern, vorwiegend aus Großloge von Frankreich (GLNF). Diese Wiederherstellung war bereits seit 1993 in einer Studiengruppe vorbereitet worden aus der sich später die Forschungsloge „Les trois colonnes“ bilden sollte.

2009 | Großkapitel von Montpellier (Frankreich, 11. Oktober 2009). Dabei wurde die die I. Ordensprovinz von Aragon formell anerkannt. Sie erhielten ihr Patent vor 120 Brüdern und Schwestern der Strikten Observanz überreicht.

2010 | Konvent in Mont-de-Marsan (Frankreich, 16. Januar 2010). Gegenseitige Anerkennung der III. Ordensprovinz von Okzitaniens. Wenige Monate später folgte ebenso die Anerkennung der II. Ordensprovinz von Auvergne.

2009 | Konvent in Avignon (Frankreich, 16. November 2009). Die Brüder und Schwestern von Aragon besannen sich auf die Wurzeln der Strikten Observanz und beseitigten Elemente der ersten okzitanischen Freimaurerlogen. Anschließend verabschiedeten sie eine Neun-Punkte-Regel, die sich streng an die Definition der Hauptziele der universellen Freimaurerei hielt.

2013 | Konvent in Mont-de-Marsan: Amtseinführung des neuen Großmeisters. Ernennung zum Heermeister des Ordens Didier Pestel (Ordensname: Eques Professus a tempora Modernis). Ernennung zum Regent auf Lebenszeit des Ritus Jean Marie Auzanneau-Fouquet (Ordensname: Eques Professus a Stella per Ensem). Wiedererrichtung der IX. Ordenprovinz und Ernennung ihres Provinzialgroßmeisters. Aktualisierung der Statuten und Konstitutionen des Ordens. Auflösung der II. Ordensprovinz von Auvergne, aufgrund eines Verbrechens.

2015 | Konvent in Aude in der Abtei Fontfroide (Frankreich, 10. Oktober 2015) ausgerichtet von der I. Ordensprovinz von Aragon.
Feier des 20-jährigen Bestehens des Ordens. Erste Wiederherstellung der VIII. Ordensprovinz von Oberdeutschland, und Ernennung ihres Provinzialgroßmeisters Stéphane Battaglia zum Ordensgroßmeister (Ordensname: Eques Professus a Griffe Argenteo), Zweite Wiederherstellung der II. Ordensprovinz von Auvergne, und Ernennung ihres Provinzialgroßmeisters. Wiederherstellung der V. Ordensprovinz von Burgund und Ernennung ihres Provinzialgroßmeisters (am 11. Dezember 2015). Aufnahme von Erzbischof Marty in den Orden und seine Ernennung zum General-Großkaplan.

2017 | Konvent im Château de La Barben (Frankreich, 23. September 2017). Am 22. September 2017 fand erstmals ein Seminar aller Provinzialgroßmeister in Begleitung ihrer Vikare unter dem Vorsitz des Großmeisters des Ordens statt. Im Rahmen dieses Kongresses wurde das Mandat des Didier Pestel, als Großmeister durch einstimmigen Beschluss der Provinzialgroßmeister für weitere vier Jahre verlängert.

  • II. Ordensprovinz von Auvergne: Alain B. (Ordensname: Eques Professus a Vitae confidia).
  • IV. Ordensprovinz von León: Xavier F. G. (Ordensname. Eques in Trinita).
  • VI. Ordensprovinz von Großbritannien: Alain P. (Ordensname: Professus Rope Eques Aureo).
  • VII. Ordenprovinz von Niederdeutschland: Jean-Paul N. (Ordensname: Eques to Ioannis Rectus).
  • VIII. Ordenprovinz Oberdeutschland: Philippe P. L. (Ordensname: Eques ab Aureo Phenice).

2021 | Konvent in Mazerollesin (Frankreich). Dieser Kongress fand in der Templerkirche von Beaussiet statt, aber war ursprünglich in Bordeaux zur Feier der Amtseinführung des neuen Großmeisters Alain Barbier geplant gewesen und musste aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie verschoben werden.

  • Jean Estevan, III. Ordensprovinz von Aragon.
  • Félician Marius, VII. Ordensprovinz von Niederdeutschland.
  • Marie France D., VIII. Ordensprovinz von Oberdeutschland.
  • Patrick G., IX. Ordensprovinz bekannt als Outremer.

2023 | Konvent in Wilhelmsbad (Oberdeutschland, 08.07.2023). Es fand die zweite Wiedererrichtung durch den Provinzial-Großmeister der VIII. Ordensprovinz statt, d.h. die Freimauerloge „Zur weißen Taube“ sowie die Schottische Meisterloge wurden reaktiviert, der Großmeister der Schottischen Meister, der Großmeister der Tempelritter und Berufenen Ritter, sowie der Großkopte wurde inthronisiert. Zudem wurde der „Pactum Fundamentale Secundum“ zwischen dem Provinzial-Großmeister und dem Großkopten unterschrieben und damit die Hohe Ägyptische Freimaurerei (HÄF) nach Cagliostro als Teil der VIII. Ordensprovinz eingeführt.

  • Meister der Loge „Zur weißen Taube“ Sabine Smalian und
  • Großmeister der Schottischen Meister Arno Moos.

Die Grundwerte von 2009 (Link) wurden am 16. November 2009 vom Großen Provinzialkapitel von Avignon in der Vollversammlung angenommen und genehmigt, und am 08. Juli 2023 vom Großen Provinzialkapitel von Oberdeutschland in Wilhelmsbad aktualisiert, angenommen und genehmigt.

2025 | Konvent in Narbonne (Frankreich). Das Mandat des Herrmeisters Alain Barbier wurde erneuert. Das Kollegium der Provinzialgroßmeister wurde mit der Amtseinführung von neun neuen Provinzialgroßmeistern umfassend reorganisiert und ein neuer Stellvertretender Großmeister ernannt.

2026 | Konvent in Darmstadt (Oberdeutschland, 20.06.2026). Es fanden folgende Ernennungen statt:

  • Großmeister der Schottischen Meister Sabine Smalian,
  • Großmeister der Tempelritter und Berufenen Ritter Arno Moos und
  • Großprior von Oberdeutschland Jesse Kaya.

2026 | Konvent in Caggiano (Italien, 04.07.2026). Es fand die Gründung des zweiten Großpriorats der VIII. Ordensprovinz samt der Ernennung des Großpriors von Italien statt. Die VIII. Ordensprovinz ist in zwei Großpriorate unterteilt: Oberdeutschland bis Donau und Italien bis Po und Tiber. Mit diesem historischen Schritt sind die beiden Großpriorate des Großen Provinzialkapitels von Oberdeutschland und Italien wieder so aufgestellt, wie der einstige Gründer es im 18. Jahrhundert geplant hatte.